Clara, erster Mai

Von Petra Klose

Als Clara die Augen aufschlug, spürte sie sofort, dass wird ihr Tag! Nicht, weil ihr die Sonne so frech ins Gesicht schien oder weil sie heute frei hatte, nein, es war so etwas bestimmtes, ja halt so ein Gefühl. Aber erst mal genoss sie ihren übergroßen Becher mit Kaffee, denn den brauchte sie um überhaupt was auf die Reihe zu kriegen. Vor sich her träumend, eingemummelt in ihren Bademantel, setzte sich Clara nach draußen in eine windgeschützte Ecke, in ihren neuen Liegestuhl und betrachtete, nicht ohne Stolz, ihren blühenden, sehr eigenwillig angelegten und doch wunderschönen Garten.