Tänzer der Nacht von Dario Muskato

Sommerwinde wispern leise,

Durchs Abendgras, hier vor dem Haus,

Himmel rot wie Götterspeise,

Bald ist die Zeit der Fledermaus

 

Wenn noch ein wenig Dunkel fällt,

2Und erste Sterne zwinkern,

Dann schwingt sie sich über die Welt,

Und segelt bei den Klinkern

 

Das Tier flattert bald hier, bald dort,

Und ruft nach Kameraden,

Und nimmt den ganzen Schwarm dann mit,

Hin zu den Balustraden

 

Hier geht es dann bis in die Nacht,

Auf Jagd nach fetter Speise,

Und ist das Schmausen dann vollbracht,

Dann seufzt der Flügler leise

 

Getümmel unterm Himmelszelt,

Jetzt satt, steigt Schönheit auf,

Und Fledermaus liebt nun die Welt,

Und ihren Zirkellauf

 

Bevor es wieder Morgen graut,

Hat sie die Sterne gerne,

Und das Herz, das pocht ganz laut,

Vor Sehnsucht nach der Ferne

 

Nun beginnt ein schöner Tanz,

Der Tiere in den Weiten,

Saltos mit viel Eleganz,

Und Mondlicht kann sie leiten

 

Doch schließlich ist die Zeit vorüber:,

Bevor die Sonne wieder brennt,

Hängen alle nur kopfüber,

Und ruhen aus – Nun wird gepennt.

 

 

Von Dario Muskato

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